Ulm

Ulm, an der Donau gelegen, ist die Grenzstadt zwischen Bayern und Baden-Württemberg. Diese Lage prägte nicht nur die Stadtgeschichte, sondern auch das kulturelle Leben Ulms.

Zunächst zum Bundesland Bayern gehörend, wurde Ulm 1810 baden-württembergisch. Seitdem ist die Stadt von seinen Gebieten rechts der Donau getrennt, die bayerisch blieben. Die Stadt Neu-Ulm entwickelte sich. Heute gibt es zwischen den beiden Städten traditionsreiche und enge Verbindungen, die sich in Kultur- und Freizeitveranstaltungen wie dem internationalen Donaufest oder der Donauakademie manifestieren, an denen sich sowohl Ulm als auch Neu-Ulm beteiligen.

Dies schlägt sich auch in der Wirtschaft der 120.000-Einwohner-Stadt Ulm nieder als Standort für Unternehmen der elektronischen Industrie, der Waffenherstellung und der Nutzfahrzeugindustrie. Hier wird die Donau als Transportweg genutzt und die Verbindungen der beiden Städte zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

Außerdem ist Ulm wirtschaftlich von Bedeutung als Sitz einer Industrie- und Handelskammer und einer Handwerkskammer.

Das vielfältige Kultur- und Freizeitleben Ulms wird aber auch bereichert durch internationale Festivitäten wie den „lebenden Kreuzweg“ der großen italienischen Gemeinde Ulms oder dem französische Weinfest. Eine besondere Rolle spielt aber das Ulmer Stadttheater. 1641 gegründet ist es das älteste städtische Theater und mit 815 Sitzplätzen das größte Theater Ulms. Außerdem kann man in Ulm eine der bedeutendsten mittelalterlichen Altstädte Süddeutschlands besichtigen. Besonders sehenswert ist das gotische Ulmer Münster. Der 1890 vollendete Turm des Münsters ist mit 161,53 Metern der höchste Kirchturm der Welt.

Das Jahr 2004 war für die Ulmer geprägt durch viele Jubiläen. So feierte die Stadt den 1150. Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung Ulms und den 95. Deutschen Katholikentag, den 30.000 Gläubige besuchten. Aber auch der berühmteste Sohn der Stadt Ulm wurde geehrte. Denn 2004 wäre Albert Einstein 125 Jahr alt geworden.